Montag, 24. September 2007

Adam Green im Palace St. Gallen

Vor 3 Jahren sah ich Adam Green und seine Band am Gurtenfestival in Bern. Sonntag Abend war es und fast alle schon auf dem Heimweg. Sein Konzert blieb mir aber als eines der besten in Erinnerung, mit sehr lustigen Einlagen (er liess zum Beispiel seine Groupies in Hasenmanier auf der Bühne herumhopsen). Daher wollte ich es mir nicht nehmen lassen, am vergangenen Freitag sein Konzert im Palace zu besuchen. Dieses Mal eine Solo-Show - Er und seine Gitarre.

Musikalisch muss man den Hut vor ihm ziehen. Seine Lieder perfekt vorgetragen, die Texte humorvoll, teils der Situation und Umgebung spontan angepasst und die Gitarre hatte er fest im Griff.

Was allerdings die Show anbelangte, naja. Anscheinend sei er mit dem Organisator am Nachmittag schon am rumsaufen gewesen, so erzählte er dann auch eine ziemlich lustige, wenn auch perverse Anekdote von der St. Galler Erotikmesse. Um 21:30 Uhr auf der Bühne angekommen, schien er schon recht angetrunken zu sein. Früh bekommt er eine Appenzeller Flasche zugereicht, wovon er sich dann ein rechtes Glas gönnte. Dieses schien er dann im Verlaufe des Konzerts immer stärker zu spüren, so dass es teilweise zu einer Komödie wurde. Adam Green völlig betrunken auf der Bühne, echt oder gespielt? Das muss man sich schon fragen, da er seine Tracks trotzdem weiterhin mit grosser Überzeugung und Perfektion ans Publikum brachte. Als er dann endlich Emily anstimmte (I love this Song!), stürmten leider eine Schar von Teenies die Bühne, was andere wiederum zu Buh-Rufen verleitete. Ich freute mich schon auf eine richtige Salon-Schlägerei, doch es blieb friedlich. :-) Die Teenies filmten, tanzten und füllten Adam Green dann noch weiter mit Alk ab (zum Glück, sonst hätte er vielleicht noch länger gespielt, und wer will das schon? --> siehe Video). Irgendwie schon ein wenig peinlich, fast schon erbärmlich sich von Teenies abfüllen zu lassen - oder nicht? Nach einer Zugabe verliess der Wuschelkopf Green dann die Bühne (natürlich nicht ohne zum ca. 10. Mal über Kabel oder Schnur zu stolpern...). Alles in Allem war es ein spezielles, amüsantes Konzert, von dem ich musikalisch und von der Stimmung her mehr erwartet hätte. Eine Band im Hintergrund wäre dem Konzert sicher gut bekommen und hätte noch ein bisschen "Würze" verliehen.

1 Kommentar:

saile klein hat gesagt…

ich fands super...ok von vierzehnjährigen abfüllen lassen ist schon etwas peinlich... er spielte an diesem abend übrgens noch in der zukunft in Zureich... vieleicht ist er deshalb so schnell aufgebrochen...